KULTURLANDSCHAFTSVEREIN HAUSEN e.V.

Dr. Wolfgang Ehmke

Dipl.-Agrarbiologe

Lindenstraße 2 Taunusstein, den 12.5.2002.

D-65232 Taunusstein Tel.: 06128/41938

Fax: 06128/44505

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P R E S S E M I T T E I L U N G Nr. 17

 

 

Färberwaid blüht im Feldflora-Reservat Hausen v.d.H.

 

Die erste Führung diesen Jahres zum Feldflora-Reservat in Hausen hat das Hauptziel, den Färberwaid vorzustellen. Der Waid ist eine alte Färbepflanze, die gerade in Nassau früher häufig angebaut wurde, weil man sie zum Blaufärben des selbst gefertigten Leinens benötigte. Derzeit steht er auf seiner Parzelle im Reservat in voller Blüte! Ein Grund mehr, das Gebiet bei einer geführten Wanderung des Kulturlandschaftsvereins Hausen mit seinen vielfältigen Kulturen und Wildkräutern einmal aufzusuchen.

Die Verwendung von Waid lässt sich bis in die Jungsteinzeit verfolgen. Aber er wurde früher nicht nur zum Stoffefärben verwendet. So berichtet Caesar im „Gallischen Krieg", dass sich die Gallier vor der Schlacht mit Waid blau färbten, um den Römern Schrecken einzujagen. In Deutschland spielte der Färberwaid vor allem von 1400 bis 1700 eine grosse Rolle. Neben Nassau waren Thüringen und Sachsen die Hauptanbaugebiete. So wurde z.B. die Gründung der Erfurter Universität allein durch die Gewinne aus der Waidvermarktung ermöglicht. Mit der Einfuhr des Indigos als Farbstoff aus der tropischen Indigopflanze ab dem 18. Jahrhundert ging der Waidanbau zurück und findet heute nur noch auf wenigen Äckern in Thüringen statt.

Wer mehr über diese interessante Pflanze erfahren möchte, der sollte an der Führung zum Feldflora-Reservat teilnehmen. Sie wird geleitet von Dr. Wolfgang Ehmke und findet statt

am Donnerstag, den 16. Mai 2002 um 19.00; Treffpunkt: Dorfgemeinschaftshaus in

Schlangenbad-Hausen v.d.H.

Rückkehr gegen 21.00. Teilnahmegebühr 3.- € ; Kinder und Kurgäste frei.

 

 

(Dr. W. Ehmke)

2001 Dr.Wolfgang Ehmke >